Ich suche nicht das Drama. Ich suche die Stille. Wasser in seiner ruhigsten Form: Meere bei Windstille, Flüsse im ersten Licht, ein Schatten auf der Oberfläche.
Was mich dabei interessiert, ist nicht die perfekte Aufnahme – sondern der Moment, in dem das Bild nicht stört, sondern versteht.
Fin war ein Fisch. Klein. Wach. Zuhause im offenen Wasser. Er kannte das Meer, wie es mal war: klar, weit, lebendig.
Dann kam das, was nicht ins Meer gehört. Plastik. Überall. Nicht laut. Aber plötzlich da – und nicht wieder weg. Tüten, Flaschen, Dinge ohne Herkunft, ohne Ende.
Fin sah zu. Und sah zu viel. Was früher Leben war, wurde Last. Die anderen zogen sich zurück. Sagten: „Kann man nichts machen.“ Fin glaubte das nicht.
Er schwamm weiter. Suchte. Fragte. Kämpfte. Aber der Gegner war unsichtbar. Überall. Und immer mehr.
Am Ende blieb ein Gedanke: Wir Fische schaffen das nicht allein.
„Bitte helft. Nicht aus Mitleid. Sondern aus Einsicht. Denn ohne das Meer habt ihr da oben ein größeres Problem als wir hier unten.“
Fins Geschichte geht nicht gut aus. Aber sie ist nicht vorbei. Sie treibt noch. Zwischen Strömung und Verantwortung.